Praxis abzugeben: Dr. med. Peter Rennert
Landarzt aus Überzeugung 

Seit fast drei Jahrzehnten ist Herr Dr. med. Peter Rennert Hausarzt mit Leib und Seele. 1996 hat er seine Praxis in Brakel-Gehrden eröffnet – und bis heute ist sie ein Ort des Vertrauens, der Kontinuität und der Nähe. Viele seiner Patientinnen und Patienten begleitet er seit Jahren, teils seit Generationen. In der Praxis hängen selbstgemalte Bilder von Kindern, auf Regalen stehen kleine Geschenke von Patientinnen und Patienten. Zeichen einer Beziehung, die weit über die reine medizinische Versorgung hinausgeht.

Der Weg in die Medizin – alles andere als selbstverständlich

Zunächst arbeitete er bei der Polizei, holte später das Abitur nach und studierte schließlich Medizin in Bonn. Ein bewusster Neuanfang – getragen von der Überzeugung, „dass die ärztliche Tätigkeit im Hausarztbereich, insbesondere auf dem Land, mit das Schönste ist, was man sich für seine berufliche Zukunft wünschen kann“.

Geboren in Solingen, hat er das Stadtleben längst hinter sich gelassen. Den ländlichen Raum schätzt er sehr – die Ruhe, die Nähe zu den Menschen, die Vielfalt im Alltag. „Jeder Tag ist ein besonderer, ständige Abwechslung ist garantiert“, sagt Peter Rennert. Genau das habe ihn all die Jahre getragen: das persönliche Verhältnis zu „seinen“ Patientinnen und Patienten, generationenübergreifend, verlässlich, auf Augenhöhe.

Die Praxis ist gut aufgestellt und bietet beste Voraussetzungen für eine Nachfolge

Vorgesehen ist die Praxis für eine Vollzeitärztin oder einen Vollzeitarzt, ebenso gut denkbar ist ein Modell mit 1,5 Stellen, etwa für ein Ärztepaar oder eine Teilzeitlösung. Eine etablierte Struktur und ein eingespieltes Team sorgen für Stabilität.

Natürlich weiß Herr Rennert, dass der Hausarztberuf fordernd ist. „Das ist ein Vollzeitberuf, der auch des Öfteren Überstunden abverlangt.“ Gleichzeitig betont er die Freiheiten: selbstständig arbeiten, eigene Schwerpunkte setzen, Beruf und Privatleben gestalten. „Am Tagesende fühlt man eine angenehme Zufriedenheit – und auch in materieller Hinsicht hat es sich noch immer gelohnt.“

Dass er nun mit 67 Jahren über den Abschied aus der eigenen Praxis spricht, tut er nicht leichtfertig. Sein Wunsch ist klar: Er möchte seine Patientinnen und Patienten in gute, kompetente Hände übergeben. Erst dann kann für ihn ein neuer Lebensabschnitt beginnen – mit Golf, Fußball und gelegentlichen Vertretungs- oder Notdiensteinsätzen, ganz ohne Langeweile.

Dabei macht er deutlich: Die Nachfolgesuche betrifft nicht nur seine Praxis, sondern viele hausärztliche Standorte im ländlichen Raum. Umso wichtiger ist es ihm, jungen Ärztinnen und Ärzten Mut zu machen. „Greift zu. Die medizinische Zukunft gehört euch.“ Sein Appell ist ehrlich, zugewandt und getragen von dem Wunsch, dass das, was er aufgebaut hat, weiterlebt – zum Wohle der Menschen in der Region.“