Raum für Innovation

Die smarte Bürgerhalle, digitale Sprechstunde und Dorffunk – im Kreis Höxter wird Digitalisierung über den reinen Glasfaserausbau hinaus gedacht und bis in die Dorflagen hinein gelebt.

Nützliche Links und Tipps

Digitalisierungsstrategie

Dörfer gestalten die digitale Transformation  

Die Gewährleistung gleicher Lebensverhältnisse in Stadt und Land steht derzeit ganz oben auf der Agenda von Bund, Ländern und Kommunen. Alle wissen: Ländlich geprägten Regionen bietet die Digitalisierung große Entwicklungschancen, um die Lebensqualität, Daseinsvorsorge und Zukunftsfähigkeit vor Ort nachhaltig zu sichern.

Bedarfsgerechte, alltagstaugliche und smarte Lösungen sind gefragt, die dazu beitragen, die Auswirkungen des demografischen Wandels abzufedern, damit der ländliche Raum auch künftig Anziehungspunkt für Menschen aller Art bleibt, die hier gut und gerne leben und arbeiten. Das innovative Bottom-up Projekt `Smart Country Side´ setzte hier bundesweit neue Maßstäbe. 26 Dörfer aus den ländlich strukturierten Kreisen Höxter und Lippe erhielten die Chance, zusammen mit ihren Dorfgemeinschaften und dem Projektmanagement bedarfsgerecht digitale Anwendungen zu entwickeln und zu erproben. Dabei war es allen Beteiligten wichtig, die Digitalisierung als pragmatisches Werkzeug zu betrachten und nicht als Ersatz für bewährte Hilfs- und Kommunikationsstrukturen vor Ort. Zusammen mit den Dorfgemeinschaften wurden neuartige digitale Anwendungen entwickelt und erprobt, so zum Beispiel die ´smarte Bürgerhalle`, die digitale ´Dorf-Plattform`, der digitale ´Dorf-Hilferuf`, das ´Sorgende Dorf` oder ´Kirche digital`.

Berlin? Kann doch jede:r!

Heidrun Wuttke ist Projektleiterin von Dorf.Zukunft.Digital im Landkreis Höxter. Seit vier Jahren fördert sie die Bürger:innenbeteiligung im Landkreis, schafft Orte der Begegnung und unterstützt die Bewohner:innen bei der Stärkung von Daseinsvorsorge und Lebensqualität vor Ort. Wie genau? Das erzählt sie im Podcast!

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Digitale Provinz

Folge 21 – „Sich der Zukunft öffnen und Digitalisierung nutzen.

 

Lokal global vernetzt – Coworking in der alten Grundschule

Der Coworking-Höxter-Godelheim-Verein ist Ansprechpartner für alle Fragen zum Ablauf im Coworkingspace. Neben dem täglichen Angebot des Coworking sollen auch weitere Angebote den Ort beleben und zum Transferpunkt für Freelancer und Kreative machen.

Du möchtest mitmachen? Du findest die Idee einen Coworkingspace in Godelheim aufzubauen spannend? Du brauchst ab und zu einen Arbeitsplatz? Du brauchst einen festen Arbeitsplatz? Sprich uns an!

www.coworking-hoexter-godelheim.de

Der digitale Dorfplatz

Die digitale Dorf-Plattform, an deren nutzerfreundliche Usability die projektbeteiligten Bürger aktiv durch zahlreiches Feedback mitwirkten, besteht aus den `DorfPages´, d. h. einer modernen Website, die über alle Facetten des Dorflebens informiert und dem `DorfFunk´, der mit der Website durch eine Schnittstelle eng verknüpft ist. Veranstaltungen und Neuigkeiten, die von den zuvor geschulten Redakteuren und Autoren aus dem Dorf in die Website eingestellt werden, gelangen per Push-up Funktion sofort in den `DorfFunk´ und können dort mobil überall auf der Welt empfangen werden. So ist jeder Bürger, der den `DorfFunk´ nutzt – und das sind bereits fast die Hälfte der Bürger pro Dorf – immer und überall über das aktuelle Dorfgeschehen informiert und kann sich jederzeit zu Wort melden, Nachrichten kommentieren, Interessensgruppen bilden oder Angebote bzw. Anfragen posten.

Die App DorfFunk kann hier heruntergeladen werden:
https://www.digitale-doerfer.de/mitfunken/

Bedarfsgerechte Digitalisierung schafft Teilhabe

Aktuell habenviele Menschen durch das Leader-Projekt ´Dorf.Zukunft.Digital` der VHS Diemel-Egge-Weser ihr digitales Dorf in der Hosentasche. Auch die neue kreisweite Ehrenamtsagentur und die sehr aktiven Landfrauen wollen die Vorteile der digitalen Dorf-Plattform für sich nutzen.

Im Projekt erproben aktuell 30 Dörfer, davon 15, die bisher kaum Berührungspunkte mit der digitalen Transformation hatten, selbstbestimmt digitale Anwendungen. Bewährte Hilfs- und Kommunikationsangebote im Dorf sollen durch digitale Lösungen ergänzt werden, so dass alle teilhaben und davon profitieren können. Weitere Kümmerer erstellen und beleben die digitale Dorf-Plattform, d.h. sie berichten über das aktive Dorfleben auf der neuen Website und sorgen für Nachrichten bzw. Angebote/Nachfragen auf dem digitalen Marktplatz, einer App, die Echtzeit-Kommunikation auch in Gruppen ermöglicht.

Besonderheiten sind zudem, dass das Projekt Teil der geplanten Digitalisierungsstrategie im Kreis Höxter ist und schon jetzt den Kreis regional und überregional erfolgreich im Bereich Digitalisierung positioniert.

Die teilnehmenden 30 Dörfer sind: Godelheim, Albaxen, Ovenhausen, Wehrden, Amelunxen, Drenke, Dringenberg, Welda, Wormeln, Germete, Bonenburg, Altenheerse, Erkeln, Bökendorf, Istrup, Eversen, Merlsheim, Himmighausen, Holzhausen, Ottenhausen, Sandebeck, Bergheim, Löwen, Fölsen, Niesen, Vörden, Bredenborn, Großen- und Kleinenbreden, Borgholz, Rösebeck.

dorfdigital2.de

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Breitbandausbau mit dem Trecker

Der Glasfaserausbau im Kreis Höxter hat einen bedeutenden Meilenstein erreicht: 300 km Glasfasernetz sind seit dem offiziellen Spatenstich im April 2018 durch die Sewikom GmbH im Pflug-, Spülbohr- und klassischem Tiefbauverfahren im vorgesehenen Zeitrahmen verlegt worden. Durch bereits vorhandene Glasfaserinfrastrukturen ist damit seit dem Sommer 2019 kreisweit ein ca. 500 km langes Glasfasernetzwerk nutzbar. Nun sind die Kunden am Zug – Mit der Inbetriebnahme des Netzes sind die neuen Bandbreiten bis 100 Mbit durch Anpassung der bestehenden Verträge bei den Telekommunikationsunternehmen und Überprüfung der heimischen Hardware (Router) verfügbar.

Parallel zum Ausbau der Ortschaften mit FTTC, sind auch die Ausbauaktivitäten in den 19 unterversorgten und förderfähigen Gewerbe- und Industriegebieten in den Städten des Kreises Höxter vorangetrieben worden. Diese „weiße Flecken“ werden bis zum Ende des Jahres mit ca. 4 Mio. € Fördermitteln des Landes NRW und Eigenanteilen der Kommunen ebenfalls durch die Sewikom GmbH aus Beverungen mit FTTB (= fibre to the building) erschlossen. Durch die direkten Glasfaseranschlüsse der Gebäude können die ortsansässigen Unternehmen mindestens 100 Mbit pro Sekunde im Up- und Download versorgt werden.